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SensibilisationOrientierungsschule Gurmels
2A
Exkursion Elektrobroc und Staumauer Schiffenen

Besuch des Energie-Informationszentrums in Broc

 

Nach einer kurzen Information über die Groupe E ging es auf einen Rundgang durch die tolle Ausstellung.

 

Erneuerbare und nicht erneuerbare Energie

 

Zur Erzeugung von 2000kWh (=mittlerer Verbrauch eines Haushaltes in einem halben Jahr)benötigt man

  • 200 l Erdöl oder
  • 400 kg Kohle oder
  • 140 kg Gas oder
  • 3 Gramm Uran

Die genannten Energiequellen sind jedoch nicht unendlich vorhanden, deshalb nennt man sie nicht erneuerbar. Jedoch gibt es auch unerschöpfliche, sogenannte erneuerbare Energien.

Zur Erzeugung von 2000kWh benötigt man 

  • 1 m3 Holz oder
  • 30 m2 Solarzellen 
  • 1 h Windgenerator
  • 600 kg Rapskörner  

 Zwei Stormquellen sind nicht nur erneuerbar, sondern entsorgen auch den Abfall. Diese sind Müll und Gülle (=Biogas). Es benötigt 2730 kg Müll oder 8000 kg Gülle zur Erzeugung von 2000kWh. Doch am meisten hat uns erstaunt, dass das Kraftwerk in Broc in nur 5 Minuten so viel Energie erzeugt.

 

Versuch: Stromerzeugung durch Fahrradfahren

Als das Signal ertönte, traten unsere Versuchskaninchen zuerst kräftig in die Pedale, bis sie merkten, dass es nur wenig Kraft brauchte, um eine 18W-Glühbirne zum Leuchten zu bringen. Nun wurde ein Gang hinaufgeschalten, Musik trällerte aus einer 35W-Stereoanlage. Durch einen selber angetriebenen 50W-Ventilator wurde ihnen kühle Luft ins Gesicht geblasen. Von einem 85W-Fernseher wurden sie kurz unterhalten, konnten sich aber nicht darüber freuen, da die Anstrengung merklich angestiegen war. Beim 150W-Heizstrahler machten unsere Versuchskaninchen den Eindruck, als hätten sie fast keine Puste mehr. Nun war nur noch der 250W-Mixer zu bewältigen. Als sie vom Fahrrad steigen, waren sie froh, auch diese Etappe gemeistert zu haben. Dieser Versuch hat uns gezeigt, wie viel Energie hinter dem Betrieb der verschiedenen Geräte steckt.

 

 

 

Stromspitzen

Bevor wir den Strom bei uns zuhause mit 230 Volt aus der Steckdose gebrauchen können, muss er vorher mehrmals umgewandelt werden. Die Niederspannung wird durch unter- oder oberiridischen Leitungen ins Haus geliefert. Groupe e besitzt ein 11'000 km langes Netz.

Im elektrischen Versorgungssystem wird das Netz überwacht und gesteuert. Alle Konsumenten werden mit Strom versorgt. Nachts ist der Stromverbrauch geringer als am Tag. Trotzdem wird Nachts Strom gebraucht. Z.B. werden Spitäler, noch geöffnete Lokale, und Industrien beleuchtet. Auch Züge (vorallem Güterzüge) fahren nachts. Am frühen Morgen steigt der Stromverbrauch, da viele Leute zur Arbeitz fahren. Um 9.00 Uhr wird das Netz wieder ein bisschen entlastet. Um 11.30 Uhr ist die Mittagsspitze erreicht, diese stellt einen kritischen Augenblick dar. Wenn es an Strom fehlt, kauft Groupe E ihn auswärts. Um 13.00 Uhr nehmen Strassenverkehr und Einsenbahnfahrten zu. Ausserdem verbrauchen Freizeitbeschäfitungen wie Kino und Freizeitparks viel Strom. Jedoch kann man das Netz entlasten, indem man gewisse Anlagen abschaltet.

Die natürlichste und stärkste Entladung ist der Blitz. Blitze können Strompannen in einem ganzen Sektor verursachen.

 

 

Fischlift am Pérolles-See

Im Wasserkraftwerk am Pérolles-See befindet sich ein Fischlift, damit die weiblichen Fische flussaufwärts wieder in den See gelangen können, um an ihrem Geburtsort zu laichen. Die Fische legen ihren Laich in der Regel wieder dort ab, wo sie geboren wurden. Durch den Bau des Wasserkraftwerkes hat man in die Natur eingegriffen und so die natürlichen Lebensräume verändert. Durch diesen Fischlift, welcher rund 2 Mio Franken kostete, wurde der Natur wieder etwas zurückgegeben.

Im Kraftwerk befindet sich ein Gang, welcher mit Wasser geflutet wird. Dadurch können die Fische während der Laichzeit in den Fischlift gelangen, welcher sie stündlich auf die andere, wesentlich höher gelegene Seite des Kraftwerks bringt. Flussabwärts ist kein Problem: Neben dem Kraftwerk befindet sich eine Art Rutschbahn, auf welcher sie die Staumauer umgehen können.

 

Das Wasserkraftwerk Broc

Das Kraftwerk hat 5 Turbinen. Es wurde 1921 gebaut. Es ist ein Speicherkraftwerk.Das Wasser wird von der Staumauer in einer Röhre nach unten gelassen und gelangt zu einer der Turbinen, welche durch das Wasser angetrieben wird. So eine Turbine kann 5000 kWh Strom produzieren. Sie benötigt dafür 5000l Wasser. Die Stromprduktion des Kraftwerkes von Broc würde gerade für die Stadt Bulle reichen.

 

 

Staumauer Schiffenen

Der Bau der Staumauer Schiffenen

1945 stieg der Stromverbrauch dermassen an, dass neue Energiequellen geschaffen werden mussten. 1960 begann dann der Bau der Staumauer. Er erfolgte in 3 Phasen: In der ersten Etappe baute man das Fundament und führte die Saane nur noch durch die rechte Talhälfte. In der zweiten Phase begann man die Staumauer auf der linken Seite zu bauen. In der letzten Phase schloss man die Mauer. 1964 wurde dann die 42 m hohe und 417 m lange Mauer eingeweiht. Für den Verkehr wurde sie 1963 freigegeben, daher konnte man die alte Brücke sprengen. Für diesen Bau benötigte man 260'000 m3 Beton und das ganze kostete ca. 89 Mio Franken.

 

Technische Angaben zur Mauer

Der Mindestabfluss (Pflichtwasser) in die Saane muss 5 m3/s betragen. Ist weniger Wasser vorhanden, müssen die Schleusen geöffnet werden.

Der Schiffenensee hat ein Einzugsgebiet von 1'400 km2. Der Stausee darf maximal 532 m.ü.M. und minimal 522 m.ü.M. sein. Die Kapazität des Stausees beträgt 65 Mio m3 Wasser. 1.9 Mia m3 Wasser durchfliessen jährlich die Turbinen. Läuft das Kraftwerk eine Stunde, so kann man so viel Strom erzeugen, dass man 5 Familien ein Jahr lang mit Strom versorgen kann.

Bei Hochwasser können 7 Klappen geöffnet werden: 3 Überlaufklappen und 4 Grundablässe. Jede Überlaufklappe kann 133.3 m3/s ablassen, die Grundablässe 150m3/s. Insgesamt könnten so 1000m3/s abgelassen werden.

Da Stauwerk besitzt 3 Turbinen, 2 Kaplan- und eine Franicsturbine. Jährlich werden damit ca. 140 Mio kWh produziert.

Die Steuerung der Anlage wurde am Anfang im Werk selber durchgeführt, heute geschieht das von Granges-Paccot aus. 

 

 

 

Enerschool Gurmels wird unterstützt durch
das Amt für Energie - Freiburg: